Ein Stadtquartier entsteht
Der Gestaltungsplan Olten SüdWest legt die Grundlage für die Entstehung eines neuen Stadtquartiers im Gebiet des ehemaligen Zementwerkes PCO und des Kieswerkes der AG Hunziker & Cie westlich des Bahnhofes Olten Hammer. Nicht ein gewöhnliches Wohn- oder Gewerbegebiet ist das Ziel dieser Entwicklung, sondern ein gemischter und qualitätsvoller neuer Stadtteil. Die neue Bebauung füllt die entstandene Lücke zwischen der ehemaligen Kiesebene und dem heutigen tieferen Niveau auf.
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Entlang den SBB-Gleisen beim Bahnhof Hammer entsteht ein neues Quartierzentrum mit bis zu sechsgeschossigen Gebäuden, um die Vertiefung entlang dem heutigen Zementweg bis zur Höhe der Gheidebene auffüllen zu können. Im Erdgeschoss sind publikumsorientierte Nutzungen vorgesehen. Darüber befinden sich Wohnungen, Dienstleistungen oder nicht störende Gewerbenutzungen. Für den Lärmschutz und als Gestaltungselement sind gegenüber der SBB lärmgeschützte Innenhöfe geplant. Ausserhalb des Quartierzentrums überwiegt die Wohnnutzung (minimal 50 %). Für die Belebung des Quartiers sind in den Erdgeschossen entlang den Plätzen und der Haupterschliessung publikumsorientierte Nutzungen geplant. Die Gebäude erreichen im Kernbaubereich mit vier bis fünf Geschossen die Höhe der Gheidebene. Die Dächer sind begrünt. Zwischen den Gebäuden sind grüne öffentliche Parks und am Rand der Gevierte zu den Erschliessungsstrassen öffentliche Stadtpärke geplant. Die Erschliessung erfolgt künftig ab der neuen Entlastungsstrasse Region Olten über den Knoten Olten SüdWest an der Dünnern und über den Knoten Rötzmatt. Im Quartier sind Erschliessungsstrassen in einem Leitersystem mit Tempo-30 Zone geplant. Der Langsamverkehr kann überall im Areal zirkulieren. Mit der neuen grosszügigen Personenunterführung Hammer wird die Verbindung zum Stadtzentrum und zum Bahnhof Hammer sichergestellt. Weitere attraktive Verbindungen in die übrigen Richtungen sind vorgesehen. Zusätzliche Buslinien werden das Gebiet Olten SüdWest erschliessen. Im Gebiet Olten SüdWest kann auf etwa 14 ha Fläche ein Stadtteil mit einer Bevölkerung von 1’800-3’000 Personen und 800-3’200 Arbeitsplätzen entstehen. Die maximale Bruttogeschossfläche beträgt dabei 251'500 m2. Dabei können maximal 3’020 Parkplätze und ca. 8'700 Fahrten pro Tag entstehen. Das Verkehrsaufkommen wird mit einem Monitoring im Rahmen des Mobilitätskon-zeptes beobachtet. Die zweite Etappe der Stadtentwicklung Olten SüdWest mit einer Fläche von 9.5 ha ist gemäss dem rechtskräftigen Gestaltungsplan Arealgestaltung Olten SüdWest einer Reservezone zugeordnet. Wenn etwa zwei Drittel der ersten Etappe überbaut sein wird, soll die Reservezone einer Bauzone zugeordnet werden. Die Böschungen und der Lärmschutzdamm auf der Nordseite sind gemäss dem rechtskräftigen Gestaltungsplan Arealgestaltung Olten SüdWest als Schutzzone für den ökologischen Ausgleich reserviert. Diese stellt ein Lebensraum für die seltenen Tier- und Pflanzenarten dar, welcher beim jahrelangen Kiesabbau neu entstanden ist. Dafür ist innerhalb der Reservezone ein beruhigter Bereich eingerichtet worden, welcher als Wanderbiotop dient, bis die Schutzzone bereitgestellt ist. Die Gesamtfläche der Schutzzone beträgt etwa 7.5 ha oder 24% der Gesamtfläche. Die Genehmigung der Planungsinstrumente Olten SüdWest wird im Jahr 2008 erwartet, sodass im Jahr 2009 mit der Stadtentwicklung begonnen werden könnte. Ausgangspunkt: Städtebaulicher Wettbewerb Im Juni 2002 wurde ein internationaler städtebaulicher Wettbewerb ausgeschrieben. 41 Projektteams aus Deutschland, Österreich, Holland und der Schweiz haben im Dezember 2002 ihre Konzeptvorschläge für die Stadtentwicklung Olten SüdWest eingereicht. Drei Entwürfe wurden bis zum Sommer 2003 weiterbearbeitet, bevor über das Stadtentwicklungsmodell definitiv entschieden wurde. Das Preisgericht Olten SüdWest hat im Juni 2003 entschieden, das Konzept des Planungsteams "eureka" weiter zu verfolgen. Die Stadt Olten und die Grundeigentümerin haben das Siegerprojekt den weiteren Planungen zugrunde gelegt. Fotoauswahl
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