Dringliches Postulat Nadja Fleischli (FDP) betr. „Olten gehört ab dem 28.September 2010 offiziell zum Schweizer Mozartweg“
Am 21. Juni 2010 hat Nadja Fleischli (FDP) folgendes Postulat dringlich bei der Stadtkanzlei eingereicht: „Der Stadtrat wird gebeten zu prüfen, am 28. September 2010 zeitgleich mit der im Stadttheater aufgeführten Mozart-Oper "Cosi fan tutte" Oltens Mozartstele einzuweihen. Begründung: 1766 bereiste Wolfgang Amadeus Mozart die Schweiz zusammen mit seinen Eltern und seiner Schwester. Der Verein Schweizer Mozartweg erforschte diese Route. Mit dem Ziel den Menschen dieses musikalische Genie näherzubringen soll dieser kulturelle und verkehrshistorische Weg erlebbar gemacht werden. Entlang des Weges sollen deshalb Mozartstelen Einblick in das Leben Mozarts geben, die erste wurde im Mozartjahr 2006 in Aarburg eingeweiht. Auch Olten zählt zu den Ortschaften, die von Mozart auf seinem Weg durch die Schweiz bereist wurde. Dies ist dem Stadtrat bekannt und Olten Tourismus macht auf ihrer Webseite darauf aufmerksam. Eine Mozartstele gibt es allerdings in unserer Kulturstadt Olten noch nicht. Am 28. September 2010 wird im Stadttheater Mozarts „Cosi fan tutte“ aufgeführt, damit bietet sich Olten die Gelegenheit sich als Teil des Schweizer Mozartweges ganz offiziell feiern zu lassen und Teil dieses kulturellen, besonderen Weges zu werden. Damit diese Gelegenheit genutzt werden kann, ist eine dringliche Behandlung des Vorstosses notwendig.“ * * * Stadtpräsident Ernst Zingg beantwortet den Vorstoss im Namen des Stadtrates wie folgt: Zur Dringlichkeit: Mozart-Aufführungen sind im Stadttheater Olten keine Seltenheit. Der Stadtrat beurteilt daher das Anliegen der Postulantin als nicht dringlich. Zum Inhalt des Vorstosses: Das Anliegen der Initianten des Mozartweges ist im Grunde nicht neu, sind diese damit doch schon im Jahr 2005 an den Stadtrat herangetreten. Angesichts dessen, dass Olten offenbar – im Gegensatz zu Aarburg und Aarau als Pferdewechselstellen – keine bedeutende Station auf dem Weg Mozarts durch die Schweiz darstellte, verzichtete der Stadtrat damals auf eine Beteiligung. In der Zwischenzeit weist der Mozartweg Stelen lediglich in acht von 113 bisher eruierten von der Familie Mozart durchfahrenen Ortschaften auf. Der Stadtrat erachtet nach wie vor die Verbindung zwischen Olten und Mozart als zu gering und zu wenig nachhaltig, um diese mit einer Stele auszuzeichnen, wie sie das Konzept des Mozartwegs vorsieht. Kommt hinzu, dass im Verkehrsknotenpunkt Olten schon zahlreiche berühmte Personen durchgereist sind und einige davon – im Gegensatz zum damals zehnjährigen Kind Mozart – hier sogar wichtige Handlungen durchgeführt haben. Hier gilt es ein Präjudiz zu vermeiden. Zu erwähnen ist schliesslich, dass der öffentliche Raum an zentralen Orten nicht überstellt, sondern für offizielle Hinweisschilder wie das Fussgängerleitsystem reserviert werden soll, dass es anderseits aber auch wenig Sinn macht, solche Stelen wie die beantragte an abgelegenen Orten mit wenig Frequenz aufzustellen. In diesem Sinne beantragt der Stadtrat dem Parlament die Ablehnung des Vorstosses.
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