ANDAARE soll Zugang zum Wasser verbessernEinen attraktiveren, für die Bevölkerung zugänglicheren Aareraum in der Stadt Olten - dies ist die Zielsetzung des Projektes ANDAARE. Das aus dem im Jahr 2006/2007 durchgeführten öffentlichen Projektwettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt "Doppelpass" wurde im Rahmen eines Vor- und Bauprojektes mit Kostenvoranschlag weiterbearbeitet und ist derzeit in Mitwirkung. Ziel ist es, dem Gemeindeparlament 2009 eine Vorlage für die etappenweise Realisierung zu unterbreiten und 2010 die erforderliche Volksabstimmung durchzuführen. Somit könnte im Jahr 2011 mit der noch zu definierenden erste Bauetappe begonnen werden.
Der Stadtrat hält in seinem Regierungsprogramm 2005 – 2009 fest, dass die Attraktivierung des Aareraumes einen wesentlichen Beitrag zur Lebensqualität und zu einem attraktiven Stadtbild liefert. Mit dem Betrieb des Aarebistros und des Aussenrestaurants auf der Bahnhofterrasse wurden im Sinne eines pragmatischen Vorgehens erste Schritte zur Belebung des Aareraumes realisiert. Die Erfahrung mit diesen Aktivitäten sind – mit Ausnahme der Hochwasserschäden – durchwegs positiv und zeigen, dass die Bevölkerung Oltens und der Region den Zugang zur Aare schätzt und auch nutzt. Die Intention des Stadtrates, im Jahr 2007 einen öffentlichen Projektwettbewerb zur Attraktivierung des Aareraumes durchzuführen und auf diese Weise zu einer möglichst breiten Palette an Projekten (Ideen) zu gelangen, wurde unterstützt vom Gemeindeparlament mit der Überweisung eines Postulates von Rolf Sommer, der Initiative «Aarenostra» und der Arbeitsgruppe «Aareraum» im Rahmen von Olten 2020. Durch gezielte gestalterische und nutzungsmässige Aufwertungen der Uferbereiche soll der Aareraum die Bevölkerung verstärkt einladen zum Flanieren, Verweilen, sich Treffen usw. Der Bezug bzw. der Zugang zur Aare spielt dabei eine zentrale Rolle. Die Uferbereiche sollen zudem möglichst durchgehend für Fussgänger zugänglich gemacht werden. Mit einem neuen Fussgängersteg soll eine attraktive Verbindung zwischen Bahnhofterrasse und Amthausquai realisiert werden. "Doppelpass" gewann Projektwettbewerb Ende Juni 2007 wurde der Projektwettbewerb «Aareraum Olten» öffentlich ausgeschrieben, aus dem wertvolle und interessante Beiträge zur Lösung der äusserst schwierigen und komplexen Aufgabe hervorgingen. Auf Grund einer eingehenden Evaluation empfahl das Preisgericht der Veranstalterin einstimmig, das Projekt Nr. 13 «Doppelpass» realisieren zu lassen und die Projektverfassenden mit der Weiterbearbeitung zu beauftragen. Die Projektverfassenden des Siegerprojektes «Doppelpass» sind: Architektur: werk1 Architekten und Planer AG, Federführung, Leberngasse 15, 4600 Olten Landschaftsarchitektur: grünwerk1, Landschaftsarchitektur, Leberngasse 15, 4600 Olten Baustatik: Fürst Laffranchi Bauingenieure GmbH, Vordere Gasse 57, 4628 Wolfwil Verkehr: Frey Con, Grundstrasse 33, 4600 Olten Lichtplanung: D'lite Lichtdesign, Pfingstweidstrasse 31a, 8005 Zürich Zehn Bausteine Das Gesamt-Vorprojekt wird im Interesse der Übersichtlichkeit und Transparenz in zehn Bausteine gegliedert. Diese zehn Bausteine sind wiederum in Kernobjekte und Optionen aufgegliedert. Letztere lassen sich auch mit Wünschbarem umschreiben. Im Weiteren werden, wie Pietro Prina, Leiter Stabsstelle Planung, erklärt, «die Schnittstellen zwischen den einzelnen Bausteinen hinsichtlich einer zweckmässigen Realisierung überprüft.» Man prüfe die Wirtschaftlichkeit und den Bauvorgang und wolle kostenintensive Provisorien vermeiden. Diese Beurteilung sei unter anderem auch für die Evaluation der Etappierungsmöglichkeiten äusserst wichtig, bemerkt Prina. Von der bereits kommunizierten Absicht, die Bevölkerung über die Etappierung mitreden lassen zu wollen – was kommt zuerst: Steg, Ländiweg oder Wildsauplatz? – ist man bei der Stadt weitgehend abgekommen. Und zwar nicht wegen fehlenden Vertrauens, sondern aus bautechnischen Gründen. Denn die seit Jahren durchgeführten Messungen beim Ländiweg haben ergeben, dass die Standsicherheit der Uferböschung nicht ausreichend ist. In diesem Bereich ist also dringend Handlungsbedarf angesagt. Auch aus wirtschaftlichen Überlegungen: Denn zöge man ein anderes Projekt dem Ländiweg vor, müsste dort ein teures Provisorium geschaffen werden, um die Sicherheit zu gewährleisten. Durch die aufwändige Schnittstelle zwischen dem Aaresteg und dem Ländiweg sollten diese beiden Bausteine aus Synergiegründen zusammen realisiert werden. 25,6 Millionen für den Aareraum? Im Vorprojekt wird mit Gesamtkosten von 25,6 Millionen Franken gerechnet. Der Grossteil der Summe, 19,5 Millionen Franken, wird für die Kernobjekte budgetiert. Das Wünschbare, die Optionen, schlagen mit 6,04 Millionen Franken zu Buche. Der teuerste Baustein ist der «Ländiweg». Der Ausbau und die Sanierungen kosten gegen 7,5 Millionen Franken. Für den Aaresteg werden 5,5 Millionen Franken veranschlagt. Der Baustein 10, die Anbindung an die Hardegg-Unterführung, wird als Option mit 3,6 Millionen Franken geführt. Was alles realisiert wird, darüber wird das Parlament, welches im vergangenen September einen Planungskredit von 870 000 Franken bewilligt hatte, im kommenden Dezember beraten. Zuvor aber sollen Eingaben und Anregungen, welche im Rahmen des Mitwirkungsverfahrens gewonnen werden, nach Möglichkeit in die Projektierung einfliessen. Am Schluss des Prozesses, voraussichtlich im Jahr 2010, dürfen Oltnerinnen und Oltner an der Urne über das Projekt abstimmen. Mit der Realisierung der ersten Etappe kann ab 2011 begonnen werden. Bis zur Fertigstellung aller vier Etappen wird mit einer Bauzeit von rund sechseinhalb Jahren gerechnet. Weitere Infos: Wie Oltens Aareraum attraktiver wird: Mitwirkungs-Ausstellung bis 12. Juni
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