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OltenLetter 11/2008

Parkhaus und Begegnungszone nahmen erste Hürde

So nahe einem Parkhaus in der Innenstadt war Olten noch nie. Zum Kompromisspaket „Innenstadt 2008“, dessen Weiterbearbeitung das Parlament absegnete, gehört ferner eine Begegnungszone.

Mit 38:0 Stimmen genehmigte das Parlament am 20. November einen Kredit von 795'000 Franken für die Weiterbearbeitung des Konzeptes «Innenstadt 2008». Dieses beinhaltet die Einführung der Begegnungszone, die Aufwertung der öffentlichen Räume und die Realisierung des Parkhauses Munzingerplatz. Dabei wurde allseits betont, dieses Paket stelle einen entscheidenden Schritt in Oltens Zukunft dar, für den es sich lohne, über kleinere Differenzen hinwegzuschauen. Nach dem positiven Entscheid des Gemeindeparlamentes wird als nächster Schritt ein Investorenwettbewerb für das Parkhaus durchgeführt. Nach Abschluss dieses Wettbewerbs soll die gesamte Vorlage am 25. Juni 2009 dem Parlament zur Genehmigung unterbreitet werden. Das Stimmvolk wird am 27. September nächsten Jahres darüber entscheiden. Was die Realisierungszeit des Parkhauses betrifft, so gehen Experten aus heutiger Sicht von rund 1¾ Jahren aus.


Sozialregion Olten: Der Countdown läuft

Ab dem 1. Januar 2009 erbringen die Stadt Olten und die Gemeinden Trimbach, Winznau, Hauenstein-Ifenthal und Wisen in gewissen sozialen Bereichen ihre Leistungen gemeinsam.

Der Akt war feierlich, wie es sich eben für die amtliche Besiegelung eines Meilensteins in der kommunalen Zusammenarbeit gebührt: Am 26. November haben die Verantwortlichen der Gemeinden Trimbach, Winznau, Hauenstein-Ifenthal und Wisen im Stadthaus Olten den öffentlich-rechtlichen Vertrag für die Sozialregion Olten unterschrieben. Ab dem 1. Januar 2009 erbringen diese Kommunen ihre Leistungen in den Bereichen Kindesschutz, Erwachsenenvormundschaft, Sozialhilfe, Asylbetreuung und AHV-Zweigstelle gemeinsam in einer Region. Diese Sozialregion soll mittelfristig die Basis sein für eine Vertiefung der Zusammenarbeit in sämtlichen sozialen Bereichen. Eine Zusammenarbeit, die gesucht und schrittweise realisiert werden soll. Optimierungen und Reorganisationsprojekte sollen ab 2010 erfolgen.


Ja zur neuen «Denkfabrik»

Am letzten November- Wochenende wurde entschieden, dass die Raumnot der Fachhochschule Nordwestschweiz in Olten bald der Vergangenheit angehört: Das Volk stimmte einem 87 Millionen Franken teuren Neubau zu.

Rund zweitausend Studierende bilden sich an der Fachhochschule in Olten in den Bereichen Wirtschaft, Soziale Arbeit, Angewandte Psychologie und Optometrie weiter. In den nächsten Jahren soll die Zahl auf 2700 ansteigen. Diesem steigenden Platzbedarf wird ab 2013 mit einem 10'400 Quadratmeter grossen, dreigeschossigen Neubau mit dem Namen „Denkfabrik“ begegnet, der zwischen dem Bahnhof und den bestehenden Fachhochschulgebäuden zu stehen kommt. Dem Verpflichtungskredit haben die Solothurnerinnen und Solothurner mit knapp 77 Prozent Ja-Stimmen zugestimmt. In der Stadt Olten selber legten gar 89 Prozent der Stimmenden ein Ja in die Urne. Der Kredit beträgt brutto 87 Mio. Franken, die Stadt Olten leistet einen Beitrag von knapp 7 Millionen. Für den Kanton Solothurn verbleibt eine Nettoinvestition von rund 60 Mio. Franken.


Spannende «Hightech»-Ausstellung im Naturmuseum

Knochen werden gegessen. Aus Knochen entstehen Werkzeuge, Waffen oder Schmuck. Eine Ausstellung im Naturmuseum Olten verschafft Einblicke in dieses faszinierende Material.

Knochen schützen, stützen und bewegen. Knochen leben, wachsen und sind schmerzempfindlich. Knochen tragen Tonnen, halten Schläge, Druck- und Drehbewegungen aus. Knochen können selber heilen. Knochen sind geschichtliche und kriminalistische Zeugen, sind Roh- und Werkstoff des Menschen, seit Urzeiten bis zum heutigen Tag. Knochen, das ist also letztlich nicht anderes als Hightech aus der Natur. In der Ausstellung «Knochen», die bis zum 26. April 2009 im Naturmuseum Olten läuft, fliessen biologische, archäologische, medizinische und kulturgeschichtliche Erkenntnisse über Knochen zusammen. Die Ausstellung des Naturmuseums Thurgau und des Museums für Archäologie Thurgau ist eine fachübergreifende Annäherung an dieses faszinierende Material.


Kent Ruhnkes Schwärmereien

Der ehemalige EHC Olten-Trainer Kent Ruhnke blickt in der SonntagsZeitung schwärmerisch auf den «besten Ausländer, den ich jemals gecoacht habe», zurück: Mike McEwen – beim EHCO.

Ohne McEwen wäre der EHC Olten in der Saison 1989/90 nie Fünfter in der obersten Spielklasse geworden, schreibt Kent Ruhnke in seiner Kolumne. Oltner Fans würden noch heute von jener Saison schwärmen. Auch Ruhnke schwärmt vom Mann aus Toronto: «Er spielte hart, hatte einen guten Schuss, brachte den Puck immer aus der eigenen Zone. Er machte jeden im Team besser.» Wenn er an ihn denke, komme ihm stets in den Sinn, wie er jeweils vor dem Tor jeden weggeräumt habe, der ihm zu nahe gekommen sei. Ruhnke: «Irgendwann probierten es die Gegner gar nicht mehr.» McEwen sei aber auch, wie alle Genies, stets auf der feinen Linie zwischen Genialität und Wahnsinn balanciert. Ein Exzentriker eben, das das Eishockey geliebt habe.
Übrigens: Ruhnke traf McEwen vor etwa zehn Jahren rein zufällig. Auf einem Eisfeld in einem Vorort Torontos, wo der dreifache Stanley-Cup-Champion als Nachwuchstrainer in der Gegend aushalf. Er traf einen Mann mit einem langen, struppigen Bart und Haaren bis zu den Schultern. «Ich spürte, dass Mike es so gewollt hatte», schreibt Ruhnke. McEwen habe stets nach seinen eigenen Regeln gespielt und gelebt.


Bundesgelder für Oltner Quartierentwicklung

Als eine von elf Schweizer Städten wird Olten vom Bund im Rahmen eines Quartierentwicklungsprojektes finanziell, technisch und fachlich unterstützt. Die rechte Aareseite soll gezielt gefördert werden.

«Projets urbains – gesellschaftliche Integration in Wohngebieten» nennt sich das Programm des Bundes. Unter dem Arbeitstitel «Chance Olten-Ost» soll auf die stark unterschiedliche Entwicklung der beiden Stadtseiten reagiert und die rechte Aareseite gefördert werden. Das ist notwendig, wie unter anderem eine Studie der Fachhochschule aufzeigt: «Es sind Massnahmen angezeigt, die dem Trend zur räumlichen Segregation der ausländischen und schweizerischen Bevölkerung entgegenwirken. Das Zusammenleben in den Quartieren ist durch Gemeinwesenprojekte zu fördern, da sich gewisse Quartiere sonst zu sozialen Brennpunkten entwickeln, in denen Integrationsprobleme verdichtet auftreten», hält die Studie fest. Mit einem Projekt, das auch neue Chancen wie den geplanten Fachhochschulneubau, die Attraktivierung des Aareraums oder den laufenden Umbau des Bahnhofs aufnehmen will, gibt nun die Stadtentwicklung Olten Gegensteuer. Das Projekt, welches vom Bund fachlich und technisch sowie mit 100'000 Franken unterstützt wird, basiert auf den drei Säulen Liegenschaftenerneuerung, Quartierentwicklung Bifang und Integrationsmassnahmen.

Datum der Neuigkeit 30. Nov. 2008
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