Stadt Olten lädt zur IdeenwerkstätteSämtliche Haushaltungen der Stadt Olten erhalten in diesen Tagen eine Einladung zu einer Ideenwerkstätte vom 18. März 2006 im neuen Feuerwehrmagazin an der Gheidstrasse. Diese Ideenwerkstätte bildet einen der wesentlichen Bestandteile des Mitwirkungsprozesses „Olten 2020 – für eine l(i)ebenswerte Stadt“. Im vergangenen Jahr hatte der Stadtrat von Olten entschieden, in der Amtsperiode 2005- 2009 einen Mitwirkungsprozess mit der Oltner Bevölkerung durchzuführen: Während üblicherweise die vom Volk gewählten Behörden die Ziele und Strategien der städtischen Politik festlegen, sind nun die Einwohnerinnen und Einwohner eingeladen, ihre Meinung einzubringen, wie die künftige Entwicklung der Dreitannenstadt aussehen soll.Akzent auf Lebensqualität Der Zeitpunkt ist nicht zufällig gewählt: Im kommenden Juni sind es genau 150 Jahre her, seit erstmals ein Eisenbahnzug die Stadt Olten durchquerte. Ein folgenschweres Ereignis: das Kleinstädtchen mit damals rund 2000 Einwohnerinnen und Einwohnern entwickelte sich dank der Lage im Schnittpunkt der Ost-West- und der Nord-Süd-Verbindung und der Er-schliessung mit der Eisenbahn erst zum bedeutenden Industriestandort und dann zum Dienstleistungszentrum mit nationaler Ausstrahlung. Heute – 150 Jahre nach der entscheidenden Weichenstellung – gilt es nun Bilanz zu ziehen und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Dabei setzt sich der Stadtrat mit dem von der Stiftung Gesundheitsförderung Schweiz finanziell und mit Knowhow unterstützten Mitwirkungsprozess „Olten 2020 – für eine l(i)ebenswer-te Stadt“ zum klaren Ziel, die Lebensqualität im weitesten Sinne in der Stadt Olten zu verbessern. Davon sollen einerseits die bestehenden Einwohnerinnen und Einwohner profitieren; die geplanten Schritte sollen aber auch neue, interessante Bevölkerungskreise und Betriebe dazu bringen, sich in Olten niederzulassen. Zudem soll das Image der Stadt als lebenswerte und zugleich liebenswerte Stadt verbessert werden. Ideenwerkstätte als „Herzstück“ Im Zentrum des Mitwirkungsprozesses steht eine öffentliche Ideenwerkstätte am 18. März 2006, zu der die gesamte Oltner Bevölkerung eingeladen ist und an der auch für die Verpflegung und einen Kinderhütedienst durch den Robi gesorgt ist. Gleichentags findet auch eine vom JugendKulturHaus Färbi durchgeführte Parallelveranstaltung für Jugendliche statt. Auf der in diesen Tagen an alle Oltner Haushaltungen verschickten Einladung für die Ideenwerkstätte ist einer der drei Bälle des Logos in Form eines gepressten Schwamms aufgeklebt. Genauso wie dieser im Wasser aufquillt, soll aus den an der Ideenwerkstätte gesammelten Ideen etwas für die ganze Oltner Bevölkerung wachsen. An der öffentlichen Ideenwerkstätte von 9 bis 16 Uhr im neuen Feuerwehrmagazin an der Gheidstrasse ist ein Vorgehen in drei Phasen vorgesehen: In einer Kritikphase werden zu Beginn in Gruppen die Stärken und Schwächen der Stadt Olten in der Gegenwart festgehalten. Anschliessend folgt die Fantasiephase, in der Ideen und Visionen für unsere Stadt gesammelt werden. Schliesslich werden einzelne der Themen in Gruppen andiskutiert zu Handen der Gremien, die diese im Anschluss an das Ideensammeln weiterbearbeiten und schliesslich zu einem Aktionsprogramm zusammenstellen werden: Als Start zur Umsetzungsphase werden Konsenskonferenzen zu den erarbeiteten thematischen Schwerpunkten eingesetzt. Sie bestehen aus Vertreterinnen und Vertretern der Bevölkerung, von Organisationen und Interessengruppen sowie aus der Verwaltung. Ziel ist das Aushandeln in wenigen Abendveranstaltungen von einvernehmlichen Lösungen für die in den Ideenwerkstätten aufgeworfenen Probleme. Auf Grund der Ergebnisse dieser Konsenskonferenzen formulieren anschliessend Arbeitsgruppen aus der Verwaltung in Zusammenarbeit mit einzelnen Exponenten aus den Vorrunden Projektpakete mit Finanzierungsmöglichkeiten. Dabei geht es nicht darum, ob, sondern wie die entsprechenden Vorhaben mit Hilfe des vorhandenen Fachwissens umgesetzt werden sollen. Auf der Basis der Projektpakete wird das Aktionsprogramm „Olten 2020“ ausgearbeitet. Dabei wird darauf geachtet, dass Massnahmen aus allen Bereichen des städtischen Lebens aufgenommen und auf einander abgestimmt werden. Die Ergebnisse sollen im Frühling/Sommer 2007 der Bevölkerung vorgestellt werden.
Der Schauplatz der Ideenwerkstätte „Olten 2020“: das Feuerwehrmagazin. Datum der Neuigkeit 1. Feb. 2006
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